Jubiläumstagung: 20 Jahre KREISEL

Jubiläumstagung: 20 Jahre KREISEL – 30 Jahre Ganzheitlich-systemische Lerntherapie

20. & 21. Oktober – Integrative Lerntherapie in selbstständiger Praxis und inklusiver Schule

Seit 30 Jahren vermitteln wir mit einem interdisziplinären Lehrteam das erfolgreiche Konzept von Integrativer Lerntherapie. Mit der Verknüpfung von sensomotorischen, sprachlichen, psychischen und rechnerischen bzw. schriftsprachlichen Kompetenzen realisieren wir einen ganzheitlichen Ansatz – verbunden mit einem strikt ressourcen- und lösungsorientierten systemischen Blick auf alle Beteiligten: Kinder, Jugendliche, Eltern, Schule, weitere Unterstützer. Entsprechend konnten wir kleinschrittige Diagnostik- und Förderansätze kombinieren. Mehr als 3.500 Absolvent_innen bundesweit praktizieren KREISELfundierte Lerntherapie, vor Allem in selbstständiger Praxis und auch immer mehr in Schulen aller Art.

 

Auf der Jubiläumstagung wird in vier Vorträgen, einer Podiumsdiskussion sowie in zahlreichen Workshops dieses qualitative Leistungsspektrum von integrativer KREISELlerntherapie entfaltet, ergänzt um den zweiten Tagungsschwerpunkt: Wo trägt Lerntherapie schon zur Entwicklung zur inklusiven Schule bei – und wie kann dies ausgeweitet werden?

 

ERSTER TAG

Eröffnungsvortrag und das anschließende Podium widmen sich der Frage: (Wie) kann es gelingen, möglichst viele Wirkfaktoren von außerschulischer Lerntherapie, d.h. in der freien Praxis und in der Regel bezahlt von Eltern, in die Schule hineinzutragen. Anknüpfend an die langjährigen KREISELaktivitäten für Lerntherapie IN Schulen (Hamburg, Celle, Bersenbrück/Osnabrück, Katholischer Schulverband) und im Bereich Inklusion (Ausbildung von 700 Schulassistent_innen für das Land Schleswig-Holstein) schafft der einleitende Vortrag von Dr. BRITTTA BÜCHNER (LegaKids, alphaPROF, München) und Dr. DAVID GERLACH (alphaPROF, Marburg/Regensburg) die Basis für die anschließende Diskussion: Chancen von Lerntherapie in selbstständiger Praxis und inklusiver Schule. Das Podium wird mit unterschiedlichen Funktionsträgern besetzt sein, bewusst aus verschiedenen Bundesländern: HEIKE NOLL, Schulrätin in Brandenburg, GEORG SCHÄFER, Jugendamt Celle (angefragt), ANNETTE HÖINGHAUS, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. Mit dieser Auswahl sind zugleich langjährige Netzwerkpartner des KREISEL vertreten.

 

Mit ihrem vierstündigen Plenumsworkshop wird Frau Prof. Dr. RENATE ZIMMER, Osnabrück, eine zentrale Grundlage der körperbezogenen KREISELlerntherapie zusammenfassen: Alles ist (in) Bewegung: Sprache, Selbstkonzept und Emotionen.

 

ZWEITER TAG

Zur Vertiefung des emotional-sozialen Komplexes und als Antwort auf gesellschaftliche Entwicklungen wird Frau Dr. MAURI FRIES, Leipzig, Vortrag und Workshops bieten: Kinder erreichen, die schwer zu erreichen sind. Entwicklungspsychologie im Vorschul- und frühen Schulalter zur Unterstützung für Lerntherapie. Eine stark zunehmende Zahl von Kindern und Jugendlichen bringt neben Lern-Leistungsproblemen erhebliche emotionale und soziale Probleme mit, auf die Lerntherapie neue Antworten finden muss.

Eine zentrale Herausforderung für erfolgreiche inklusive Schule stellt die multiprofessionelle Zusammenarbeit dar. Dazu soll der abschließende Vortrag von CHRISTIANE METTLAU, Schulbehörde Hamburg, Hintergrund und Erfahrungen bieten: Vom Scheitern und Gelingen multiprofessioneller Erziehungs- und Bildungsarbeit.

Weitere Workshops am 2. Tag spiegeln das Spektrum des lerntherapeutischen Klientels und der Arbeitsthemen wider: Kinder ab Vorschulalter, Jugendliche, z.T. mit Migrationshintergrund,  bzw. deren Probleme: Schriftsprache, Rechnen, Verhalten.

+ NICOLE BELLAIRE: Malst du mit mir ein Lösungsbild? + CHRISTIANE METTLAU: Pädagogische Herausforderungen in der Lerntherapie + Dr. MAURI FRIES: Kinder erreichen … + VERENA VOGL: „Lesen und Schreiben bewegt!“ - Sensomotorik in der Lese-Rechtschreibförderung + JEANNINE HOHMANN: AD(H)S + MICHAEL SONDERMEYER: Zauberworkshop + Dr. BRITTA BÜCHNER: Zum Nachteilsausgleich + LISA THOMSEN: Mathespiele  in Vorschule und Grundschule + NINA HÖLSCHER: Mein Auftritt als Lerntherapeut_in + CHRISTINE LAU: Spielerische Sprachförderung für mehrsprachige Kinder + HEIKE KLÜNKER: Mit Wortbausteinen spielen + Dr. JOCHEN KLEIN: Lerntherapie IN Schule + Dr. JOCHEN KLEIN: Eine Fördergeschichte aus der Lerntherapie

 

Zugleich erfolgt auf dieser Tagung die Verabschiedung von Dr. JOCHEN KLEIN und MARGARITA KLEIN, verbunden mit der Übergabe der Leitung des KREISEL.

 

Am Abend des 1. Tags gibt es ein gemeinsames KREISELn mit Essen, Klönen, Zaubern

 

Tagungsgebühr

  BEIDE Tage EINEN Tag
EINZELPERSON 170 € bis 31.08.2018
200 € ab 01.09.2018
120 € bis 31.08.2018
140 € ab 01.09.2018
TANDEM & TANDEM PLUS
Nur bei gleichzeitiger Anmeldung + Stempel Schule/Einrichtung
  • Zwei Personen aus der gleichen Einrichtung
  • Lerntherapeut_in PLUS Lehrkraft/ Erzieher_in/Schulbegleiter_in u.ä.
280 € bis 31.08.2018
320 € ab 01.09.2018
200 € bis 31.08.2018
230 € ab 01.09.2018
TANDEM PLUS - Preis ab der 3. Person und jede weitere 140 € bis 30.08.2018
160 € ab 01.09.2018
100 € bis 31.08.2018
115 € ab 01.09.2018
Teilnahme am KREISELfest, Samstag 18.00 Uhr 30€

 

KREISELnetzwerkmitgleider und Studierende (mit Nachweis) erhalten 10% Rabatt auf die Tagungsgebühr.
Regionalrabatt: südlich Kassel – Köln & östliche Bundesländer/Berlin einmalige Ermäßigung von 20€ (auch beim Tandem).

 

Anmeldung

Für die Anmeldung zur 20. KREISELtagung benutzen Sie bitte unser Anmeldeformular (PDF)!

Sie können das Formular gerne auch am PC ausfüllen (speichern nicht vergessen!) und per E-Mail an uns senden.

 

Samstag, 20. Oktober

10.30 Uhr MARIEKE KLEIN & Dr. JOCHEN KLEIN: Eröffnung der 20. KREISELtagung
10.35 Uhr Grußwort Schulbehörde HAMBURG; Fachverband für integrative Lerntherapie FiL – angefragt
10.45 – 11.45 Uhr   Vortrag  
Dr. BRITTTA BÜCHNER  und Dr. DAVID GERLACH LegaKids /alphaPROF;   
(langjährige KREISELkooperations-Partner)
Chancen von Lerntherapie in selbstständiger Praxis und inklusiver Schule
11.45 – 12.30 Uhr   Podiumsgespräch: Die Zukunft der Lerntherapie …   
GEORG SCHÄFER, Jugendamt Celle – angefragt                
ANNETTE HÖINGHAUS, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V.
Dr. BRITTA BÜCHNER, München, legakids/alphaPROF    
Dr. DAVID GERLACH, Universität Regensburg/Marburg, alphaPROF
HEIKE NOLL, Schulbehörde Brandenburg
Dr. JOCHEN KLEIN, KREISEL e.V.
Moderation: MARGARITA KLEIN

MITTAGESSEN in umliegenden Restaurants

13.45 – 14.00 Uhr Prof. RAINER HOEHNE:  20 Jahre KREISEL – 30 Jahre Ganzheitlich-systemische Lerntherapie
MARGARITA KLEIN & Dr. JOCHEN KLEIN: Übergabe der Leitung
14.00 – 17.30 Uhr
(darin Kaffepause)
Prof. Dr. RENATE ZIMMER: Alles ist (in) Bewegung: Sprache, Selbstkonzept und Emotionen
17.30  Uhr MARIEKE KLEIN & Dr. JOCHEN KLEIN Schlusswort 1. Tag
18.00 – 21.00 Uhr 20 Jahre KREISEL
Gemeinsames KREISELn mit Essen, Klönen, Zaubern …
Verabschiedung und Ehrung von langjährigen KREISELreferent_innen

 

Sonntag, 21. Oktober 2018

9.00 – 10.00 Uhr Vortrag  Dr. MAURI FRIES: Kinder erreichen, die scheinbar nicht erreichbar sind:
vom Zusammenspiel unseres dreieinigen Gehirns in guten und in schlechten Zeiten
10.15 – 11.45 Uhr Workshop-Runde 1

MITTAGESSEN in der Schule

12.30 – 14.00 Uhr Workshop-Runde 2

KAFFEE im Vorübergehen

14.15 – 15.00 Uhr Vortrag CHRISTIANE METTLAU: Vom Scheitern und Gelingen multiprofessioneller
Erziehungs-und Bildungsarbeit
15.00 Uhr MARIEKE KLEIN & Dr. JOCHEN KLEIN: Schlussworte

 

WORKSHOP 1 – Dr. MAURI FRIES: Kinder erreichen, die scheinbar nicht erreichbar sind: vom Zusammenspiel unseres dreieinigen Gehirns in guten und in schlechten Zeiten
WORKSHOP 2 – NICOLE BELLAIRE: Malst du mit mir ein Lösungsbild? Kreative Gespräche mit Kindern
WORKSHOP 3 – CHRISTIANE METTLAU: Pädagogische Herausforderungen in der Lerntherapie
WORKSHOP 4 – VERENA VOGL: Sensomotorik und LRS-Förderung        
WORKSHOP 5 – JEANNINE HOHMANN: Diagnose AD(H)S – Materialien und pädagogische Maßnahmen aus der lerntherapeutischen Praxis
WORKSHOP 6 – MICHAEL SONDERMEYER: Zauberworkshop
WORKSHOP 7 – Dr. BRITTA BÜCHNER: Nachteilsausgleich – Unklarheiten, Handhabung und Spielräume
WORKSHOP 8 – LISA THOMSEN: Mathespiele  in Vorschule und Grundschule
WORKSHOP 9 – NINA HÖLSCHER: Mein Auftritt als Lerntherapeut_in
WORKSHOP 10 – CHRISTINE LAU: Mehrsprachigkeit und ihre besonderen Herausforderungen – wie man die Sprachentwicklung zweisprachiger Kinder unterstützen kann
WORKSHOP 11 – HEIKE KLÜNKER: Mit Wortbausteinen spielen – Rechtschreibkompetenz durch Morpheme und Morphemdenken            
WORKSHOP 12 – Dr. JOCHEN KLEIN: KREISELinitiative Früh fördern statt spät ...: Lerntherapie geht in Schule
WORKSHOP 13 – Dr. JOCHEN KLEIN: Eine Fördergeschichte aus der Lerntherapie – Workshop „für Neue"
SPEZIALWORKSHOP – MARIEKE KLEIN,  MEIKE SCHÜLER und HEIKE KLÜNKER: Nur für Referent_innen der Lerntherapie-Ausbildung: Schwung holen für die nächsten 20!

 

Die VORTRÄGE

 

VORTRAG Prof. Dr. RENATE ZIMMER: Alles ist (in) Bewegung: Sprache, Selbstkonzept und Emotionen

Die Potenziale aller Kinder zu erkennen, ihre vielfältigen Voraussetzungen als eine wesentliche Chance für gemeinsames Lernen zu betrachten – das ist ein Anliegen inklusiver Bildung. Über den Körper Zugänge zur Welt zu öffnen, die sozial-emotionalen Kompetenzen ebenso wie die kognitiven und sprachlichen Kompetenzen der Kinder zu stärken und dabei ihre individuellen Bedürfnisse zu achten ist für pädagogische wie therapeutische Fachkräfte eine große Herausforderung. In dem Plenumsvortrag/-workshop wird erörtert, wie dies von Anfang an gelingen kann und welche Rolle Bewegung dabei spielt.

Prof. Dr. RENATE ZIMMER ist Erziehungswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Frühe Kindheit“ und Professorin für Sportwissenschaft an der Universität Osnabrück. Seit 2007 ist sie Direktorin des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Zahlreiche Publikationen zu den Themen Frühkindliche Entwicklung, Bewegungserziehung, Bewegtes Lernen, Psychomotorik, Sprache und Bewegung, die in viele Sprachen (u.a. koreanisch, chinesisch, griechisch, finnisch) übersetzt worden sind. 2007 wurde sie wegen ihres besonderen gesellschafts- und bildungspolitischen Engagements für Kinder mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. 2009 wurde sie von der Zeitschrift „Unicum“ zur Professorin des Jahres gewählt.

 

VORTRAG und Podium: Dr. BRITTA BÜCHNER und Prof. Dr. DAVID GERLACH: Chancen von Lerntherapie in selbstständiger Praxis und inklusiver Schule 

Außerschulische Lerntherapie in der selbstständigen Praxis eröffnet erfahrungsgemäß neue Lernchancen, weil Lernen unter ganz anderen Rahmenbedingungen stattfindet und weil qualifizierte Lerntherapeut_innen individuelle Diagnostik-, Förder-, Beziehungs- und Beratungskompetenz bieten. Zugleich gehört Lerntherapie-Kompetenz aus bildungs- und sozialpolitischen Gründen ins System Schule. Beispiele zeigen: So kann es (gut) gehen. So kann Inklusion als Chance genutzt werden!

Dr. BRITTA BÜCHNER, Psychologiestudium und Promotion in München; seit über 15 Jahren Arbeit mit Kindern in eigener lerntherapeutischer Praxis. Vor knapp 15 Jahren Gründung des Online-Projekts LegaKids, seitdem Entwicklung zahlreicher Online-Lernspiele und Lehr- und Lernvideos für Kinder sowie einer kostenlosen Weiterbildungsplattform zum Thema Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten für Lehr- und Förderkräfte (alphaPROF)

 

Prof. Dr. DAVID GERLACH vertritt aktuell die Professur für Englischdidaktik an der Universität REGENSBURG. Im Rahmen seiner Dissertation hat er ein Förderkonzept für Englischlernende mit LRS entwickelt, danach gemeinsam mit der LegaKids-Stiftung die LRS-Lehrerfortbildung alphaPROF (unterstützt vom KREISEL e.V.). Seine Forschungsschwerpunkte sind Inklusion und Lernschwierigkeiten im Fremdsprachenunterricht sowie Lehrerprofessionalisierung.

MARGARITA KLEIN, KREISEL e.V., Diplom-Pädagogin, langjährige Leitung Ausbildung Lerntherapie & Lernförderung und Fachbereich Frühe Kindheit im KREISEL e.V., Supervisorin

 

VORTRAG Dr. MAURI FRIES: Kinder erreichen, die scheinbar nicht erreichbar sind: vom Zusammenspiel unseres dreieinigen Gehirns in guten und in schlechten Zeiten

Einige Kinder verfügen über wenig eigene Resilienz und sind dadurch in alltäglichen Schulsituationen schnell überfordert. Andere Kinder können von einer ressourcenorientierten Atmosphäre in der Lerntherapie nicht profitieren, weil sie aufgrund früherer überwältigender Erfahrungen innerlich ständig in Alarmbereitschaft sind. Die Folgen können anhaltende Unruhe, Hyperaktivität oder ein innerer Rückzug sein. Neugier und Lernerfolge sind dann deutlich eingeschränkt. Das Modell des dreieinigen Gehirns (Paul McLean) erlaubt ein praxisnahes Verständnis vom Zusammenspiel des Hirnstamms, des limbischen Systems und des Großhirns, wenn Kinder scheinbar nicht erreichbar sind. Zugleich ermöglicht es alltagsnahe Interventionen, Kinder zu ermutigen, zu beruhigen und die notwendige Sicherheit für Neugier und Lernen wiederherzustellen (Maggie Kline, Ale Duarte).

Dr. MAURI FRIES ist Entwicklungspsychologin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, systemische Familientherapeutin und Supervisorin. Sie war wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten in Leipzig, Rostock und Ulm

 

VORTRAG CHRISTIANE METTLAU: Vom Scheitern und Gelingen multiprofessioneller Erziehungs- und Bildungsarbeit

Arbeit im Team gilt als wichtig und gesunderhaltend. Multiprofessionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist fachlich bereichernd. Sie befreit die Lerntherapie an Schulen aus der beliebigen Allzuständigkeit oder randständiger Assistenztätigkeit. Eine professionelle arbeitsteilige Erziehungs- und Bildungsarbeit ist möglich. Gelingensbedingungen werden aufgezeigt.

CHRISTIANE METTLAU ist Sonderpädagogin und Lehrbeauftragte sowie Fachreferentin im Amt für Schule HAMBURG (Fachberatung sonderpädagogische Förderung Schulen in freier Trägerschaft); seit 2009 Bundesreferentin für den Förderschwerpunkt „Emotionale und Soziale Entwicklung“ im Verband Sonderpädagogik

 

Die WORKSHOPS

 

WORKSHOP 1 – Dr. MAURI FRIES: Kinder erreichen, die scheinbar nicht erreichbar sind: vom Zusammenspiel unseres dreieinigen Gehirns in guten und in schlechten Zeiten

Der Workshop dient der Vertiefung des Vortrags und bietet weitere praktische Konsequenzen für die pädagogische und therapeutische Arbeit. Lehrkräfte und insbesondere Lerntherapeut_innen haben vielfältige Möglichkeiten, im Alltag ermutigende, beruhigende und stärkende Interventionen anzubieten – als unabdingbare Voraussetzung dafür, dass Kinder offen und bereit sind für Neugier und Lernen.

 

WORKSHOP 2 – NICOLE BELLAIRE: Malst du mit mir ein Lösungsbild? Kreative Gespräche mit Kindern

Kinder finden Gespräche, Therapie und Beratung in der Regel langweilig – oft zu Recht! Um sich auf die Bedürfnisse von Kindern gut einzustellen und gleichzeitig über Lösungen für Schwierigkeiten, Ressourcen und Schritte hin zum Ziel zu sprechen, bietet die lösungsfokussierte Beratung einige kreative Methoden. Natürlich kann man die Lösung malen, man kann sie aber genauso gut auch mit Bildkarten darstellen, sie kneten, einen Comic zeichnen oder einen Wunder-Film drehen. Secret Friend, Ressourcentennis und der Komplimente-Rucksack sind nur einige Beispiele für Übungen und Spiele, die sowohl Spaß bringen als auch Ressourcen sichtbar machen. Hier erwarten Sie also viele praktische Tools, um Lösungsvisionen lebendig werden zu lassen und Ihren Klienten interessante und motivierende Denk- und Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen!

NICOLE BELLAIRE ist Diplom-Psychologin und arbeitet seit 2006 als Trainerin/Dozentin für lösungsfokussierte Therapie und Beratung sowie als Beraterin/Therapeutin und Supervisorin. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die kreative Umsetzung lösungsfokussierter Ideen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie ist Geschäftsführerin und Trainerin des ifR HAMBURG

 

WORKSHOP 3 – CHRISTIANE METTLAU: Pädagogische Herausforderungen in der Lerntherapie

Persönlichkeitsentwicklung wird entscheidend durch soziale Resonanz angeregt. Diese wirkt direkt – sowohl auf die Motivation der Kinder, als auch auf die Motivation der Bezugspersonen, sich für die Kinder zu engagieren. Die Qualität pädagogischer Beziehungen beeinflusst auf allen Bildungsstufen kognitive Lernprozesse. Es gilt die emotionale Kraft und Beziehungsfähigkeit von Eltern und pädagogischem Personal zu stärken, damit der Umgang mit verstörendem Verhalten in pädagogischen Herausforderungen gelingen kann. Perspektiven dazu werden aufgezeigt.

 

WORKSHOP 4 – VERENA VOGL: „Lesen und Schreiben bewegt!“ - Sensomotorik in der Lese-Rechtschreibförderung

In diesem Workshop erhalten die Teilnehmer_innen einen Überblick über die sensomotorischen Wahrnehmungsbereiche nach Jean Ayres und wie sie die Lese-Rechtschreibförderung geschickt mit Bewegungs- und Wahrnehmungsspielen verbinden können. Neben theoretischen Inhalten werden anhand von Fotos praktische Therapiematerialien und Spielideen vorgestellt.

VERENA VOGL ist Integrative Lerntherapeutin für Dyslexie und Dyskalkulie, staatlich geprüfte Ergotherapeutin; Referentin im KREISEL

 

WORKSHOP 5 JEANNINE HOHMANN: Diagnose AD(H)S – Materialien und pädagogische Maßnahmen aus der lerntherapeutischen Praxis

Kinder und Jugendliche mit AD(H)S brauchen zur Konzentrationssteigerung, Impulssteuerung und Handlungsplanung besondere Unterstützungen. Eine Auswahl pädagogischer Grundsätze und Materialien  aus verschiedenen Programmen wie Lauth und Schlottke, Marburger Konzentrationstraining und nach TEACCH zeigen, welche Maßnahmen in der lerntherapeutischen Praxis möglich sind.

JEANNINE HOHMANN ist Dyslexie- und Dyskalkulietherapeutin nach BVL und bietet Autismus-Coaching an. Sie ist Montessori-Diplom-Pädagogin, Staatlich anerkannte Erzieherin, KREISELreferentin (Schulassistenz/Institut für Qualitätssicherung in Schleswig-Holstein/IQSH) sowie Inhaberin Institut LERNEN – Integrative Lerntherapie, Inklusion und Sprache in ELMSHORN

 

WORKSHOP 6 – MICHAEL SONDERMEYER: Zauberworkshop
Der Workshop soll die Möglichkeiten aufzeigen, die das Thema Zaubern in der pädagogischen Arbeit mit Kindern bietet. Neben theoretischen Aspekten wird  den Teilnehmern in aller Kürze „magisches Basiswissen“ vermittelt, und gemeinsam werden einige Kunststücke eingeübt.

MICHAEL SONDERMEYER, Studium der Pädagogik, machte 1978 sein von Kindesbeinen an ausgeübtes Hobby, die Zauberkunst, zum Beruf. Seitdem verblüfft und unterhält er in seiner unnachahmlichen Art bei zahllosen Auftritten Erwachsene und Kinder

 

WORKSHOP 7 – Dr. BRITTA BÜCHNER: Nachteilsausgleich – Unklarheiten, Handhabung und Spielräume

Da der Nachteilsausgleich für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten in allen Bundesländern unterschiedlich geregelt ist, gibt es hier viel Verwirrung. Zudem sind die gesetzlichen Bestimmungen auch innerhalb der einzelnen Länder häufig nicht gut verständlich und/oder nicht gut kommuniziert. DENNOCH: SO können Lehrkräfte Kinder sinnvoll unterstützen. DIESE Möglichkeiten alternativer Leistungsanforderungen und Leistungsbewertungen gibt es. Von SOLCHEN Maßnahmen profitiert der gesamte Klassenverband. 

 

WORKSHOP 8 – LISA THOMSEN: Mathespiele in Vorschule und Grundschule

Spiele sind in vielen Fällen eine geeignete Möglichkeit zur Entwicklung und Stärkung von Kompetenzen, sie können sowohl zur Förderung als auch zur Prävention von möglichen Rechenschwierigkeiten einen Beitrag leisten. Dies gilt in der vorschulischen Bildung, wo es vor allem um wichtige Basiskompetenzen (sog. Vorläuferfähigkeiten) geht, ebenso wie in der schulischen Bildung, wo der Einsatz von (Lern-)Spielen häufig die Übung bereits erarbeiteter Lerninhalte unterstützen und vertiefen kann. Im Workshop werden ganz unterschiedliche Spiele vorgestellt, die den Praxistest bestanden haben und von den Kindern mit Freude gern gespielt werden. Dazu gehören Bewegungsspiele genauso wie Brett- oder Kartenspiele, selbst hergestellt oder gekauft.

LISA THOMSEN ist Diplom-Pädagogin und Lerntherapeutin. Sie arbeitet seit 2006 an zwei Tagen freiberuflich als Lerntherapeutin an einer Grundschule in HAMBURG, an den anderen 3 Tagen unterrichtet sie in der Erwachsenenbildung. Außerdem ist sie Referentin in der KREISELdyskalkulieausbildung

 

WORKSHOP  9 – NINA HÖLSCHER: Mein Auftritt als Lerntherapeut_in

Ein Erstgespräch mit Eltern steht an, ich möchte im Lehrerzimmer mein Konzept vorstellen oder habe ein erstes Gespräch im Jugendamt. Immer vertrete ich nicht nur ein Konzept oder eine Idee, sondern auch mich selbst. Gehe ich aufrecht oder mache ich mich klein? Kann ich meinen Standpunkt vertreten oder stehe ich auf wackeligem Grund? Und wie fühlt sich die äußere Haltung innerlich an? Eng und schmal oder weit und beweglich? Wie klingt meine Stimme dabei? Kraftvoll und warm oder leise und nuschelig?

Eine Einstiegs-Schnupperrunde in die ‚Heimat Körper‘ – mit Selbsterfahrung und Demonstration und: mit Spaß.

NINA HÖLSCHER arbeitet als ausgebildete Schauspielerin und studierte Wirtschaftspsychologin nach ihren Stationen am Theater und in der Wirtschaft seit 2010 als Lerntherapeutin und Psychologin - zunächst in lerntherapeutischer Praxis, seit 2013 in der Sozialpädiatrie in Hamburg. Mit der Ausbildung zur Systemischen Beratung und Therapie arbeitete sie zusätzlich in eigener psychologischer Praxis sowie als KREISELreferentin

 

WORKSHOP 10 CHRISTINE LAU: Mehrsprachigkeit und ihre besonderen Herausforderungen – wie man die Sprachentwicklung zweisprachiger Kinder unterstützen kann

Viele Kinder wachsen inzwischen mit mehr als einer Muttersprache auf. Ihre Sprachentwicklung nimmt Umwege und sie benötigen eine intensivere Sprachförderung als Kinder mit nur einer Muttersprache. Im Workshop wollen wir die Sprachentwicklung der zweisprachigen Kinder anschauen und praktisch ausprobieren, wie ihre Sprachförderung im schulischen und lerntherapeutischen Rahmen aussehen könnte.

CHRISTINE LAU hat Sonderpädagogik studiert und arbeitet als Integrative Lerntherapeutin FiL hauptsächlich mit mehrsprachigen Kindern in einer Hamburger Grundschule. Außerdem leitet sie eine im JesusCenter e.V./Hamburg-Schulterblatt ansässige stiftungsfinanzierte Lernförderarbeit, die für die dort in der Nachbarschaft lebenden Familien kostenfrei ist. Ihr Herz schlägt für die interkulturelle Pädagogik und für Familien anderer Kulturen

 

WORKSHOP 11 – HEIKE KLÜNKER: Mit Wortbausteinen spielen – Rechtschreibkompetenz durch Morpheme und Morphemdenken

Wortbausteine gestalten unsere Sprache und geben ihr Struktur. Ein Ziel der morphembasierten Arbeit ist es, erfahrbar zu machen, wie unterschiedliche Wortbausteine durch ihre Kombination unsere Sprache gestalten: Kennen Kinder und Jugendliche die wichtigsten Wortstämme, Anfangs- und Endbausteine, dann können sie viele neue Wort-Kombinationen und -Veränderungen entwickeln und schreiben, ohne sich jedes einzelne Wort merken zu müssen. Mit Bewegung, Spielen und Übungen werden wir uns dem Thema nähern.

HEIKE KLÜNKER, KREISEL e.V., Pädagogin M.A., Waldorflehrerin, Lerntherapeutin in der Schüler-Lernwerkstatt Lübeck

 

WORKSHOP 12 – Dr. JOCHEN KLEIN: KREISELinitiative Früh fördern statt spät ...: Lerntherapie geht in Schule

Die seit mehr als 10 Jahren laufende Initiative hat bundesweit an vielen Orten Lerntherapie in Hunderte Schulen getragen. Die dabei gewonnenen Erfahrungen kommen neuen Projekten zugute – und nicht zuletzt zeichnet sich immer stärker ab, dass (Lern-)Philosophie und fachliche Kompetenz von LerntherapeutInnen einen wesentlichen Beitrag zur Inklusion leisten. Ein Workshop zur Ermutigung und zum Anschub!

Dr. JOCHEN KLEIN, KREISEL e.V., Lehrer, Lerntherapeut FiL, Mitbegründer Fachverband für integrative Lerntherapie und Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie HAMBURG, langjährige Leitung Lerntherapieeinrichtung LESEN und SCHREIBEN e.V. HAMBURG, vielfältige Initiativen und Projektleitungen Lerntherapie IN Schule

 

WORKSHOP 13 – Dr. JOCHEN KLEIN: Ein Fördergeschichte aus der Lerntherapie – Workshop „für Neue"

Lerntherapie ist immer noch ein „Beruf in der Entwicklung“. Die Tätigkeit ist vielseitig, bedeutet Arbeit mit Kindern, mit Jugendlichen, mit Erwachsenen; sie befördert Entwicklungs- und Lernprozesse sowohl im kognitiven Bereich (Schriftsprache, Rechnen) als auch im körperlichen und emotional-sozialen Bereich. An einer Fördergeschichte wird diese Vielseitigkeit anschaulich dargestellt.

 

WORKSHOP SPEZIAL – MARIEKE KLEIN, MEIKE SCHÜLER und HEIKE KLÜNKER: Nur für Referent_innen der Lerntherapie-Ausbildung: Neuer Schwung für die nächsten 20!

MARIEKE KLEIN, KREISEL e.V., Leitungsteam Lerntherapie, Diplom-Sportwissenschaftlerin, Erlebnispädagogin, Lerntherapeutin, Supervisorin

            MEIKE SCHÜLER, KREISEL e.V., Leitungsteam Lerntherapie, Lerntherapeutin FiL in eigener Praxis, Logopädin