Der KREISEL hat am 29. & 30. Oktober 2011 seine jährliche Tagung veranstaltet zum Thema
Integrative Lernförderung inklusive
Lerncoaching IN Schule
Einladung Aktuelle Auschreibung 2011 Tagungsziele
Für die, die dabei waren, als Erinnerung und Vertiefung; für die, die nicht dabei
sein konnten, als kleiner, nein: eher schon großer Einblick.
Im Rückblick sind etliche Originalbeiträge veröffentlicht
ERSTENS: Eindrücke und Ergebnisse der kleinen Befragung
Ein erstes Fazit aus Gesprächen und den Rückmeldebögen: Es herrschte Aufbruchstimmung, die
Tage wurden von den meisten Gästen als Ermutigung empfunden. Am 1. Tag waren es für Einzelne
etwas viele Vorträge; andere lobten die Vielfalt und die Spanne vom Zukunftsforscher über Politiker
bis hin zu Jugendamtsvertretern und konkreten Realisierungen von Lerncoaching IN Schulen. Einige
Teilnehmer äußerten sich über „Versprechen von Behörden und Politikern“ unzufrieden. Für andere
war es sehr hilfreich, wie die Beiträge und die praktischen Beispiele zeigten, dass auch unter noch
entwicklungsfähigen Bedingungen (Honorare, Gruppengröße) Vieles möglich ist: BERSENBRÜCK:
bilnos , BERLIN: Basistraining Lernen , SCHÖPPINGEN . An solchen Beispielen können wir uns im
Ganzen oder in Teilen für Projekt-Planungen und Verhandlungen orientieren!
Am 2. Tag beeindruckten besonders die Vorträge von Prof. RAINER HOEHNE und Dr. MICHAEL
SOSTMANN die Teilnehmerinnen, indem sie die Bedürfnisse von Kindern in den Mittelpunkt stellten.
Gute Klarheit über die bundesweite Perspektive Ganztagsschule bot Oberschulrat UWE GAUL (sein
Beitrag wird demnächst ebenfalls auf der KREISELwebsite stehen )
Und in den Workshops wurde echt gearbeitet! Konkrete pädagogisch-therapeutische Arbeit, die
(Be-)Gründung eines Fördervereins oder eines Projekts, ein Vergleich Lerncoaching/Lerntherapie –
Sonderpädagogik : Immer gab es sehr viel brauchbares Handwerkszeug! Die „Lerncoaching-IN-
Schule-Vision 2015“ betonte die Notwendigkeit, lokale Netzwerke zu bilden bzw. zu nutzen .
Die durchgeführte Befragung ergab übereinstimmend für die ZUFRIEDENHEIT mit der Tagung und
bezüglich ERMUTIGUNG für eigenes Lerncoaching IN Schule, dass fast 80 Prozent der
Teilnehmenden ihr Kreuz bei hoch bzw. sehr hoch gemacht haben! Ich freue mich über diese
positive Resonanz!
ZWEITENS: Impulse für KREISELfortbildungen & für die KREISELinitiative für Lerncoaching & Lerntherapie IN Schule
* Dr. MICHAEL LÜBBERSMANN (Landrat im Kreis OSNABRÜCK) betonte den enormen Wert von Bildung gerade auch für ländliche Regionen.
* Dr. WOLFGANG HAMMER (Leiter der Abteilung Jugendhilfe in der HAMBURGer Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration) und GEORG SCHÄFER (Jugendamt CELLE) : Die Kooperation von Schule und Jugendhilfe kommt durch Ganztagsschule und Inklusion unweigerlich; „Das Feld der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder- und Jugendliche bietet ein hochschwelliges reglementiertes Verfahren, das individuelle Rechtsansprüche bedient. Es wird Zeit, sich im Vorfeld davon aus Sicht der Jugendhilfe gezielt an Schule zu engagieren. Das Konzept der Integrativen Lernförderung ist daher ein qualifiziertes, an den Standards einer Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwäche im Vorfeld des § 35 a SGB VIII (seel. Behinderung) orientiertes Verfahren der Leistungs- und Teilhabeverbesserung. Es steht in enger Verbindung zur Schule, bezieht Eltern ein und ist auch geeignet mit schulischen Problemen verhaltensauffälliger Kinder und Kindern mit Migrationshintergrund umzugehen.“ (Fazit des Vortrags von GEORG SCHÄFER, Hervorhebung JK)
* MARLIES LIPKA (Geschäftsführerin FiL) wies nicht umsonst darauf hin, dass es in Deutschland weit mehr als 40.000 Schulen gibt, woraus sich ein riesiger Bedarf an LerntherapeutInnen ergibt
* Dr. MICHAEL SOSTMANN (Kinder- und Jugendpsychiater) propagierte letztlich eine „neue Schule“, wie sie KARIN GOTSCH (Schulleiterin) sehr einfühlend in die Bedürfnisse von Kindern darstellte.
Inhaltlich haben in diesem bildungs- und sozialpolitischen Kontext LerntherapeutInnen ihren Platz: mit ihren Kompetenzen im Erfassen von Ressourcen (Kind, Lehrkraft, Eltern), mit ihrem Blick auf mögliche Belastungen (gesundheitlich, sozial-emotional), mit ihrer Beziehungs- und Moderationskompetenz bei gleichzeitigem Fachwissen um Schriftsprache und Rechnen und mögliche Beeinträchtigungen und Hindernisse.
* WOLFGANG MÜLLER-PIETRALLA (Leiter Abteilung Zukunftsforschung und Trendtransfer VW). Ein weiter Ausblick zu gesellschaftlichen Entwicklungen nicht nur rund ums Auto; mein Fazit: Zwei große Themen für die LerntherapeutInnen:
- Die Nutzung der Angebote der digitalen Lebenswelt wird mehr denn je Lese- und
Schreibfähigkeiten erfordern.
- Bei jährlich erforderlichen Zuwanderungsraten von mindestens 100.000 Menschen wird auf
Schulen eine Herausforderung ganz neuer Qualität zukommen.
Lerncoaching wird hier einen wichtigen Beitrag leisten. Wir werden uns vom KREISEL aus damit
beschäftigen, wie wir in unsere Fortbildungen/Seminare den Umgang mit PC, Internet und der Handhabung neuer Instrumente einbeziehen. MICHAEL KORTLÄNDER (Legakids) wies auf der Tagung
auf das Erfordernis hin: Der praktische Umgang sollte gelehrt werden! Der PC bedeutet natürlich eine enorme Erleichterung für Kinder und Jugendliche mit Lese- und Schreibproblemen; zugleich ist er auch ein Medium, mit dem z.B. Übungsteile attraktiv zu machen und das Internet zu erschließen ist; allerdings bedarf es auch einer pädagogisch-kritischen Bewältigung der „schönen digitalen Welt“.
Ein entsprechendes Seminar findet in HAMBURG Sa/So 28. & 29. April 2012 statt.
Und wir werden für das Thema Arbeit mit Kindern mit anderem muttersprachlichem Hintergrund Seminare ins KREISELprogramm aufnehmen.
DRITTENS: Ab sofort stellte das KREISELnetzwerk ZWEI PRÄSENTATIONEN zur Verfügung
* Powerpoint-Präsentation Lerncoaching IN Schule
JEANNINE HOHMANN hat, ausgehend von schon vorliegenden Gedanken zum Lerncoaching IN Schule und ergänzt um eine schulbezogene Umfeld-Karte von MARGARITA KLEIN, in einer Powerpoint-Präsentation einen runden Überblick gegeben darüber, was Lerncoaching IN Schule sein kann und wie es gehen kann: Inhaltliche Schwerpunkte, Abläufe, Rahmenbedingungen, Organisationsformen – und nicht zuletzt: Welches Kind kommt wie zum Lerncoaching?
Diese Präsentation steht auf www.kreiselhh.de Fortbildungen Lerntherapie Tagung 2011 und unter Lerncoaching IN Schule als Information und ggfs. zur Weitergabe zur Verfügung!
* Film Lerncoaching IN Schule
Auf der Tagung haben wir erstmals den ganz frisch gedrehten Film über Lerncoaching IN Schule gezeigt und zugleich allen Tagungsgästen als DVD ausgehändigt! Der Film trägt in einer guten Mischung von Bild und Text wesentliche Aspekte zusammen: Er zeigt ANNIKA im gezielt eingesetzten spielerischen Lernen; Gespräche mit KLASSENLEHRERIN und der MATHEMATIKLEHRERIN geben Eindrücke von der guten Kooperation; ANNIKAs MUTTER beschreibt lebendig die Entlastung zuhause. Und die SCHULLEITERIN bietet ihre weitere Kooperation an und formuliert ihren Wunsch nach (mehr) Lerncoaching IN Schule, auch am Vormittag. Die LERNTHERAPEUTIN erläutert ihr Vorgehen und JOCHEN KLEIN einige Hintergründe.
Ich finde, es ist eine prima Darstellung geworden! Danke an die KREISELlerntherapeutin ANGELA REIBSTEIN, an die Filmemacherin DÖRTE JEPSEN und an alle im Film Mitwirkenden!
Angebot und Bitte: Dieser Film steht auf der KREISELwebsite. Er ist ausdrücklich zur Verbreitung und Veröffentlichung frei gegeben! Wir prüfen z.Zt. noch, wie der Film von unserer Website heruntergeladen werden kann. Bis es so weit ist, können Sie potentiellen Interessentinnen und Interessenten einen Link zusenden!
Auf jeden Fall und ab sofort steht der Film als DVD zur Verfügung!
Kosten 5 € plus Versandkosten
Der Film ist zugleich Teil der größeren KREISELinitiative LEHRER-Fortbildung PLUS SCHÜLER-Coaching
Ziel ist es, durch eine Kombination beider Elemente Schulentwicklung mit anzustoßen: Die Fortbildung ergänzt das Coaching – das Coaching ergänzt die Fortbildung.
* Der KREISEL wird bundesweit Initiator und Träger von Lerncoaching IN Schule: Wir schließen Honorarverträge mit LerntherapeutInnen, bevorzugt KREISELabsolventInnen, deren Kompetenzen wir ja kennen * Der KREISEL führt In-house-Fortbildungen durch, bevorzugt für Lehrkräfte UND SozialpädagogInnen UND ErzieherInnen einer oder mehrerer Schulen
Optimal wäre die Kombination; beide Angebote sind aber auch unabhängig voneinander möglich. Eine ausführliche Ausschreibung unter www.kreiselhh.de Lehrer-Fortbildung PLUS Schüler-Coaching Nähere Informationen auf Netzwerktreffen im Jahr 2012
Anfragen bitte an Dr. JOCHEN KLEIN, Tel. 040 - 38 61 23 71 |